Fair gehandelter BIO-KAFFEE

Guter Geschmack. Fairer Preis.

Seit 1986 importieren wir zusammen mit 8 weiteren Mitgliedern der MITKA (Mittelamerika Kaffee Im- und Export GmbH) Kaffee aus Mittelamerika und vertreiben ihn an Bio- und Weltläden in Deutschland.
Fairer Handel ist uns ein Anliegen, denn die Anfänge unseres Unternehmens liegen in der entwicklungspolitischen Bewegung der 1970er/1980er Jahre. So kam es auch zur Gründung der MITKA, denn wir waren in der Weltladen-Szene gut vernetzt, sodass wir gemeinsam mit anderen Gruppen aus verschiedenen Regionen Deutschlands den Entschluss fassten, selbst Kaffee von Kleinbauern aus Mittelamerika zu importieren.

Aber mit dem Import allein ist es nicht getan. Ein wesentlicher Faktor ist der Kaffeeröster. Hätten wir nicht mit Franz Niehoff aus Gronau-Epe einen überzeugten Mitstreiter gewonnen, wäre das Projekt möglicherweise bereits zu Beginn gescheitert. Denn der Kaffeeröster ist der Garant dafür, dass auch wirklich der importierte Kaffee in die Tüte kommt. Außerdem soll der erstklassige sortenreine Hochlandkaffee sein volles Aroma durch die Röstung entfalten. Und da braucht es Expertise, die wir in Person von Franz Niehoff und seinem erfahrenen Röstmeister gefunden hatten.

Und so können wir auf 40 Jahre erfolgreichen fairen Kaffeehandel zurückschauen. Besonders freut es uns, dass die Kaffees, bis auf den Vanille-Kaffee (die zugesetzte Vanille ist nicht biologisch angebaut, der Kaffee schon), mittlerweile aus kontrolliert biologischem Anbau stammen und entsprechend zertifiziert sind.
Biologischer Kaffeeanbau lag zu Beginn auch im Mangel begründet, da vielen Kaffeeanbauer:innen das Geld für Düngemittel und chemische Schädlingsbekämpfung fehlte. So wurde vielerorts aus der Not eine Tugend und man verschrieb sich dem biologischen Anbau, was nicht nur dem Kaffee, sondern auch der Natur und der Gesundheit der Menschen auf den Kaffee-Plantagen zugute kommt.

Unsere Biokaffees sind entsprechend zertifiziert durch lokale Organisationen, die durch regelmäßige Kontrollen auf den Kaffeefeldern während der gesamten Vegetationszeit und durch Laborproben den biologischen Anbau überwachen.
Transparenz ist wichtig, deshalb fährt alle zwei Jahre eine MITKA-Delegation zu den Kaffeebauern auf die Fincas, begutachtet die Situation vor Ort und tauscht sich mit den Kooperativen-Mitgliedern aus. Gegenbesuche in Deutschland stärken das partnerschaftliche Verhältnis und tragen zu dauerhaften und erfolgreichen Geschäftsbeziehungen bei.

Durch ihre Mitgliedschaften bei der World Fair Trade Organisation und dem Forum Fairer Handel (assoziierte Mitgliedschaft) garantiert die MITKA die Einhaltung der internationalen Kriterien des Fairen Handels und kann als entwicklungspolitische Organisation in der Gemeinschaft der Fair Trade-Szene seine Stimme erheben.

Pflanzprojekt in Honduras

Seit 2021 importieren wir auch Kaffee aus Honduras von der Kooperative COMBRIFOL und haben dort die Aufzucht neuer Kaffeesetzlinge finanziell gefördert. Damit unterstützen wir ein Projekt der Kooperative zur Vorbeugung der Landflucht. COMBRIFOL vergibt Kredite an Jugendliche, wenn diese auf Parzellen ihrer Eltern Kaffeebäume anpflanzen.
Im Zeitraum April bis Juni 2021 wurden insgesamt 20.000 Kaffeesetzlinge gezogen und ausgepflanzt. Ein Kaffeesetzling benötigt viel Pflege, erst nach vier Jahren wird er zum ersten Mal Frucht tragen, danach kann er bis zu 25 Jahre lang Erträge liefern.

Die Eigenverantwortung, die den Jugendlichen mit der Pflanz-Aktion übergeben wird, erzeugt eine hohe Motivation. Sie sind nicht nur eigenständige Kaffeebauern, sondern werden auch gleichberechtigte Kooperativen-Mitglieder und können so an den gemeinschaftlichen Aufgaben mitarbeiten und mitentscheiden. Dies und die langfristigen Abnahmeverträge der MITKA schafft realistische Zukunftsperspektiven, sodass das Erbe der Eltern fortgesetzt wird.

Über den von der Kooperative exportierten und durch Venceremos vertriebenen Kaffee können die Kosten für die Anpflanzung „Schluck für Schluck“ eingespielt werden. (Bezugsgröße: 1 Kaffeesetzling pro 1 kg Kaffee)

Die Grundlagen unseres Fair-Trade-Konzeptes:

Fair zum Menschen

  • Direktimport von Kleinbauern
  • festgelegte Mehrpreiszahlungen auf den garantierten Mindestpreis in Höhe von 1,80 $ pro Libra (453,6 g) Rohkaffee
  • Aufschlag in Höhe von 0,40 $ je Libra für zertifizierten Bio-Kaffee
  • 0,20 $ als Fairhandelsprämie und
  • 0,05 $ für den Auf- und Ausbau der Kooperativenstrukturen & zur Finanzierung von Kleinkrediten
  • Qualitätsdifferential ab 0,05 – 0,45 $ je Libra

Steigt der Weltmarktpreis über 1,80 $ je Libra Rohkaffee, gilt der Weltmarktpreis als Basis für alle Aufschläge.

60 % des Kaufpreises einer Ernte werden durch die MITKA vorfinanziert und es werden langfristige Abnahmeverträge geschlossen. Dies verschafft den Kaffeeanbauer:innen Sicherheit und eine Planungsperspektive.

Fair zur Natur

  • kontrolliert biologischer Kaffeeanbau
  • Mehrpreiszahlung für Bio-Kaffee
  • Förderung des Bio-Anbaus

Fair zum Verbraucher

  • garantiert sortenreiner Hochlandkaffee
  • erstklassige Spitzenqualität aus 100% ARABICA-Bohnen
  • schonend aromageröstet

Die Preise und Aufschläge werden regelmäßig geprüft und ggf. angehoben, Stand: April 2025

Kontrolliert biologischer Anbau
DE-001-Öko-Kontrollstelle Nicht EU-Landwirtschaft

 

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